An drei Wochenenden lernen Sie die von den systemischen Therapeuten Steve de Shazer und Insoo Kim Berg entwickelte Therapiemethode der lösungsfokussierten Kurztherapie anzuwenden. Sie erfahren nicht nur die theoretischen Grundlagen dieses pragmatischen Therapieansatzes, sondern können auf Grund des hohen Praxisanteils dieser Ausbildung bereits Ihre eigene lösungsfokussierte Gesprächsführung einüben.

Dozentin: Stefanie Koenigs
Termine 2016: 10.06./11.06./25.06./26.06./27.08./28.08. jeweils von 10 bis 17 Uhr
Termine 2017: 21.01./22.01./11.02./12.02./25.03./26.03. jeweils von 10 bis 17 Uhr
Ort: Heilpraktikerschule Margit Allmeroth, Düsseldorf

Anmeldung über die Heilpraktikerschule Margit Allmeroth – hier klicken

Was ist Lösungsfokussierte Kurztherapie?

Lösungsfokussierte Kurztherapie…
… oder: Solution Focused Brief Therapy (kurz: SFBT)
nach Steve de Shazer und Insoo Kim Berg
Das in seinem Grundansatz schnell zu erlernende Psychotherapieverfahren basiert auf der Überzeugung, dass alles, was der Klient zur Lösung benötigt, bereits in ihm vorhanden ist. Oder anders ausgedrückt: wer ein Problem hat, trägt auch bereits die Lösung in sich!
Das von den systemischen Therapeuten Steve de Shazer, Insoo Kim Berg und Kollegen in den 1980er Jahren entwickelte Verfahren basiert auf der Erfahrung, dass es hilfreicher ist, die Lösung näher zu beleuchten und sich darauf zu konzentrieren, anstatt – wie es in den bis dato gängigen Psychotherapieverfahren üblich war – auf die Problem- und Ursachenforschung zu begeben.
Durch spezielle, aber einfache Fragetechniken und Interventionen wird der Klient von seiner Problemschilderung hin zur Lösung gelenkt. Anstatt das Problem näher zu erforschen oder zu analysieren, unterstützt der Therapeut durch „leading from one step behind“ den Klienten darin, seine Ressourcen und Kompetenzen aufzuspüren und zu fokussieren. Dabei begegnet der Therapeut (oder wie Steve de Shazer ihn passend bezeichnete: „der Interviewer“) dem Klienten auf Augenhöhe, nicht als „Fachmann“ oder Ratgeber, sondern als neugieriger und kollegialer Gesprächspartner, der eine neutrale, interessierte und nicht wertende Haltung einnimmt.
Das wenig theoretische, sondern praktisch-pragmatische Verfahren eignet sich für Heilpraktiker, Heilpraktiker (Psychotherapie) und alle Interessierte, die einen ressourcen- und lösungsgerichteten Kommunikationsstil suchen.
Besonders bietet sich die lösungsfokussierte Gesprächsführung als Einstiegsmethodik für z. B. Heilpraktiker (Psychotherapie) an, die in kurzer Zeit ihren noch leeren „Werkzeugkoffer“ mit einem ersten Therapieverfahren bestücken möchten, bevor sie sich einer größeren und zeitaufwändigeren Ausbildung zuwenden. (Das Gesundheitsamt erkennt die „lösungsfokussierte Kurztherapie“ als Verfahren bei der Überprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie an!)
Aber ebenso Therapeuten, die bereits eine humanistische oder systemische Ausbildung absolviert haben, können den lösungsfokussierten Ansatz als Erweiterung ihres Therapiespektrums nutzen, da die offene und wertschätzende Haltung eine ähnliche ist.
Auch alle anderen Interessierte, die für den beruflichen oder privaten Bereich eine positivere Kommunikationsform anstreben, können sich angesprochen fühlen. So wird die lösungsfokussierte Gesprächsführung neben dem therapeutischen Feld bereits in vielen Bereichen wie z.B. Coaching, Management, (Sozial-)Pädagogik und Seelsorge genutzt.

Die weite Verbreitung dieses Verfahrens liegt begründet in ihrer hohen Wirksamkeit, die durch die jüngsten Ergebnisse in der Hirnforschung gestützt werden: unser Gehirn ist kein statisches Organ, sondern seine Strukturen, insbesondere die neuronalen Verbindungen (Synapsen) unterliegen ständigen Veränderungen („Neuroplastizität“). Diese hängen von unseren gemachten Erfahrungen, demnach also auch von psychotherapeutischen und Gesprächserfahrungen ab.

Nachlesen auf Wikipedia